Umgebung

Noch vor hundert Jahren schwedisch

Die Hafenstadt Wismar mit einer Fülle von Baudenkmälern liegt in einer nahezu naturbelassenen Landschaft. Westlich dehnt sich der Klützer Winkel mit kleinen Dörfern und der Wohlenberger Wiek aus, einem Teil der Wismarer Bucht. Östlich trennt der Breitling – so wird der schmale Wasserstreifen kurioserweise genannt – die Insel Poel und das Festland.

Über 250 Jahre, bis 1903, gehörten Wismar und Poel sogar zu Schweden.

Das 37 km² große Eiland besitzt Sandstrände, Steilküste und eine weite Boddenlandschaft. Wegen der geringen Wassertiefe in den Uferbereichen ist die Insel vor allem bei Familien beliebt. Streng genommen dürfte sich Poel (2800 Ew.) gar nicht mehr Insel nennen, denn eine Brücke und ein Damm stellen die Verbindung zum Festland her. Vom Wall der ehemaligen Festung fasziniert der schöne Blick auf den Seglerhafen des Hauptortes Kirchdorf.

Aus der Silhouette der 1226 gegründeten Stadt Wismar (47 000 Ew.), die ihre schönste Seite dem Wasser darbietet, ragt der 700 Jahre alte Turm der Marienkirche als Wahrzeichen heraus. Etwa 300 Baudenkmäler gibt es in der zum Weltkulturerbe gehörenden Altstadt, das zu den bedeutenden Mitgliedern der Hanse gehörte. An die bis 1903 dauernde Schwedenzeit erinnern unter anderem die beiden so genannten Schwedenköpfe (gusseiserne Poller, bunt bemalt) vor dem barocken Baumhaus am Alten Hafen. Der Weg zu den Liegeplätzen der Schiffe führt am 500 Jahre alten Wassertor vorbei, dem letzten der einst fünf Stadttore Wismars.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.